Falkenburg und Geisterschlucht

Ihr wisst sicherlich, dass der Donnerstag unser Tag zum Traillaufen ist. Mit den legendären Donnerstagsläufern erkunden wir das Lipperland, laufen kreuz und quer und verlassen die eingelaufenen Pfade. Wir verlaufen uns fast jedesmal, diskutieren an jeder Kreuzung, wo wir laufen möchten, und entdecken so ständig neue Ecken unserer Heimat. Heute starteten wir also wieder einmal in Berlebeck mit einem Lauf zur Falkenburg auf dem Programm – das versprach viele Höhenmeter und bei strahlendem Sonnenschein eine wunderbare Aussicht.

Falkenburg

Also los, es ging bergauf! Wie es sich für eine Höhenburg gehört, befindet sich die Falkenburg auf einer Höhe – ganz oben! Da benötigt man schon ein wenig Ausdauer und Geduld, aber schließlich hatten wir es geschafft und erreichten die Bergspitze. Die Ruine der Falkenburg ist eines unserer Lieblingsziele. Sie wurde umfangreich ausgegraben und saniert. Ich hatte an anderer Stelle schon etwas zur Geschichte der Burg geschrieben:

„Auf der Oberburg begrüßte uns der Rest des ehemaligen Burgturms. Heute ist der Turm ein immer noch imposanter 6 – 8 Meter hoher Stumpf mit drei Meter dicken Mauern; früher thronte er mindestens 20 oder 30 m hoch und groß und mächtig über den Höhen des Teutoburger Waldes. Die Edelherren zur Lippe hatten große Ambitionen und wollten ein mächtiges Adelsgeschlecht werden. Dafür benötigten sie solch ein repräsentatives und mächtiges Bollwerk. Die Burg wurde etwa 1193 gebaut, überstand mehrere Angriffe und Brände und wurde 1523 endgültig aufgegeben. Nicht so schön war, dass sie in den folgenden Jahrhunderten als Steinbruch genutzt und dadurch fast ganz abgetragen wurde.“ Noch mehr dazu könnt Ihr gern bei Wikipedia nachlesen.

Nach dem langen Anstieg nutzten wir dann die Falkenburg als ideale Kulisse für eine Fotosession. Es macht einfach Freude, auf den Mauern herum zu klettern, die Aussicht zu genießen und Fotos zu schießen. Was soll ich dazu noch erzählen? Genießt einfach die Bilder!

Spaß auf der Falkenburg
Spaß auf der Falkenburg
Das Panorama der Falkenburg (Doppelklick vergrößert das Foto)

Geisterschlucht

Das zweite Ziel unseres Laufes war die Geisterschlucht – ein ehemaliger Steinbruch, dessen Zuwegung ziemlich versteckt ist. Der Weg nach unten in die Schlucht ist felsig und verblockt und mit umgestürzten Bäumen versperrt. Wir waren an dieser Stelle schon einige Male umgekehrt. Heute sind wir Donnerstagsläufer einfach unterhalb der steilen Felswand weitergeklettert und haben die Geisterschlucht durchquert. Es ging wild bergab und bergauf, über Felsen und Baumstämme, unter Ästen hindurch und schließlich bis zum Ende der Schlucht einen steilen Waldhang hoch. Laufen war nicht an allen Stellen möglich …

Klettern in der Geisterschlucht
Am Ende der Geisterschlucht

55-er Höhle

Unser drittes Ziel war ein ehemaliger Steinbruch mit dieser künstlich angelegten oder vergrößerten Höhle, über der eine „55“ eingraviert ist. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dieser Höhle?

Eine alte Höhle in einem anderen Steinbruch. Was bedeutet die 55 am Felsen??
Blick von der Höhle in den blauen Himmel. Wir versuchten uns an den klassischen Instagram-Posen.

Blick auf Holzhausen

Der kleiner Abstecher musste noch sein: Von der Vogeltaufe aus sind es nur wenige Meter bis zu diesem Aussichtspunkt, der eine so schöne Aussicht auf das Dörfchen Holzhausen (bei den Externsteinen) bietet.

Blick auf Holzhausen in der Nähe der Vogeltaufe

Schließlich hatten wir alle Sehenswürdigkeiten, die auf unserem Plan standen, abgehakt und liefen in aller Ruhe hinab nach Berlebeck, zurück zu unserem Startpunkt.. Für die etwa 10 km hatten wir ca. 2 Stunden gebraucht. Es war ein großer Spaß für Körper und Seele. Wer mag, dem kann ich nur empfehlen, diese Strecke einmal zu laufen. Hier oben ist es schön, einsam, wild – und der Sport kommt nicht zu kurz. Versprochen!

Trailrunning macht glücklich!

Der Track

Gesamtstrecke: 9179 m
Gesamtanstieg: 471 m
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Danke, Heike, für die Fotos!

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