Lauf zum lippischen Märchenwald

Zwischen Vahlhausen und Brüntrup gab es früher einen Märchenwald, den „Kulturpark Windhöhe“, der seit den 1950er Jahren von Hermann Stephan geschaffen wurde. Dort befanden sich über 2.000 Figuren und Häuser, die maßstabsgetreu und mannshoch Bauwerke und Figuren aus der ganzen Weltgeschichte zeigten.

Das Hexenhäuschen des Märchenwaldes ist von der Straße aus zu sehen
Laufen, laufen, laufen

Heute ist der Kulturpark ein sogenannter „lost place“ – unheimlich, versteckt, verlassen. Der Zutritt zum Gelände ist verboten, aber von der Straße aus konnten wir beispielsweise ein Hexenhäuschen sehen. Alles ist wild verwachsen und unzugänglich, Bäume, Büsche, Brombeeren bilden ein undurchdringliches Dickicht und wir erahnten das Geheimnis dieses verwunschenen Ortes. Wir fühlten uns wie Entdecker im südamerikanischen Dschungel, die gerade eine Inka- oder Mayastadt gefunden hatten. Am Ende des Beitrages findet ihr Links mit vielen Fotos und Informationen.

Der Eingangsbereich
Zutritt verboten – schade!

Unser Lauf startete in Mosebeck am Kindergarten, Berenice hatte ihre Freundin Laura als Gastläuferin mitgebracht, und wir schauten etwas besorgt zu der grellen Sonne, die einen ersten heißen Sommerlauf versprach. Anstelle von Sonnencreme ölten wir uns mit einem Mittel gegen Zecken ein, da unsere Gastgeber Susi und Jens einen wilden Lauf versprochen hatten.

Durch die Felder – schön, aber heiß

Und so war es dann auch: Unser Lauf führte uns über sonnenbeschienene und unfassbar heiße Felder, was speziell mir, der ich keine Hitze mag, sehr zusetzte. Wie schön erfrischend war es dagegen im kühlen Wald! Asphalt, Schotterwege, Singeltrails, Cross – alles war dabei und sorgte für einen abwechslungsreichen Nachmittag. Wir fotografierten geschorene Alpacas und trafen Rehe und Hasen, die in den Feldern saßen.

Fotosession mit einem Alpaka
Laufen, laufen, laufen

Der Himmel zog sich immer weiter zu und eine Hügelkette weiter sahen wir bedrohliche Regenwolken aufziehen. Glücklicherweise blieben wir verschont und konnten unser Ziel trockenen Fußes erreichen.

Eierlikör geht immer

Unserem Freund Alexander unterstützte uns großartig, indem er uns immer wieder unterwegs mit seinem Auto als mobilem VP versorgte. Jede/r hate etwas mitgebracht und so gab es unterwegs Erdbeeren, Erdbeerkuchen, Obstspieße, Eierlikör, Powerbällchen, Kaffee und alkoholfreies Bier. Das war ein Laufausflug der besonderen Art. Über den Pace sprechen wir lieber nicht.

Danke Alexander für deine Fotos und den phänomenalen Support!

Laufen, laufen, laufen

Rottenplaces.de: http://www.rottenplaces.de/main/kulturpark-windhoehe-1596/

Urbexworld: https://urbexowl.wordpress.com/2017/09/28/kulturpark-windhoehe/

Lippische Lindes-Zeitung: https://www.lz.de/lippe/blomberg/20452817_Vom-prachtvollen-Miniaturenpark-bei-Bruentrup-stehen-nur-noch-die-Ruinen.html

 

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