Mausoleum in Oerlinghausen

Zunächst hielt es ich für einen Scherz, als mir ein Lauffreund von dem Mausoleum in Oerlinghausen erzählte. Aber nach einer kurzen Recherche stand der Plan fest: Da müssen wir hin!

Also mit ein paar Lauffreunden in Währentrup verabredet, los über die Felder, viel gequatscht – und prompt daran vorbei gelaufen … Als wir es merkten, wollte keiner mehr den Weg zurück, und so sind wir dann unseres Weges gezogen mit dem Versprechen, es erneut zu versuchen.

Unser zweiter Versuch startete ein paar Wochen später und diesmal waren wir an der fraglichen Stelle auf der Hut. Tatsächlich hatten uns damals nur etwa 100 Meter vom Mausoleum getrennt. Wir liefen also durch die kurze, laubbedeckte Allee bis zum Mausoleum. Es war verblüffend, auf eine im griechischen Stil erbaute Tempelanlage mitten im Teutoburger Wald zu stoßen. Aber hier waren wir nun – das war fraglos das Mausoleum!

Wikipedia erzählt uns, dass das Mausoleum Tenge zu dem Gut Niederbarkhausen gehört und hier die Mitglieder der Familie Tenge beigesetzt wurden. Das Mausoleum wurde 1863 errichtet und zu Beginn des 20. Jahrhunderts um eine Wandelhalle ergänzt. Und da Laufen bildet, haben wir gelernt, dass die steinernen Figuren an der Wandelhalle sogenannte „Karyatiden“  sind.

Ich muss gestehen, dass keiner von uns wusste, was Karyatiden sind. Aber glücklicherweise hatten wir Netz und konnten im Neuland nachsehen. Dort erfuhren wird, dass es sich dabei um steinerne Frauenfiguren handelt, die eine statische Funktion erfüllen und auch manchmal “Kanephore” genannt werden.

Und da wir kleine Besserwisser/-innen sind, haben wir natürlich sofort den Fehler in dem Wikipedia-Artikel bemerkt. Seht Ihr ihn auch?

Eine der Karyatiden ist eindeutig ein Mann – also wohl doch keine Karyatide, sondern irgendeine andere männliche Figur! Wir hatten verständlicherweise nicht allzu große Lust, dieses Thema weiter zu vertiefen, und beschränkten uns auf ein paar Fotos, bevor wir unserer Dinge liefen.

Der alte griechische Soldat bewacht die Toten
Die Allee zum Mausoleum in Oerlinghausen

Neben dem Lauf und der schönen Umgebung war es wieder einmal eine Bereicherung, etwas aus unserer Heimat neu kennenzulernen. Ich kann Euch nur einen Ausflug zu dem Mausoleum empfehlen. Leider ist das Gelände durch eine hohe Mauer abgetrennt, die wir respektiert haben. Vielleicht sollten wir einmal eine Führung hier buchen. Ihr könnt Euch gern bei Interesse melden.

Spaß am Mausoleum

Unser weiterer Lauf führte uns den Tönsberg hinauf zu der phantastischen Sicht über das ganze Lipperland und der alten Kapelle, hinunter zu unserem Hexenhäuschen und schon wieder zurück nach Währentrup, wo wir dem privaten Landschaftspark einen kleinen Besuch abstatteten.

An der alten Kapelle auf dem Tönsberg

Aber Ende war es wieder einmal eine wunderbare Donnerstagsrunde, bei der wir zusammen Trails und Straßen, Suchen und Finden, Laufen und Lachen und einen gemeinsamen Vormittag hatten. Laufen kann so schön sein!

Aussicht am Landschaftspark in Währentrup

Der Track

volle Distanz: 13849 m
Gesamtanstieg: 464 m
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1 Comment

  • wie schön, dass wir auch hier in Berlin an Euren Läufen teilnehmen können 😉 es ist immer ein Vergnügen, die Berichte zu lesen. Vielen Dank!
    Das Mausoleum Tenge haben wir auch irgendwann nur zufälligerweise entdeckt. Es hat – so verborgen mitten im Wald – etwas geradezu Mystisches.

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