Martinslauf in Paderborn

Ich habe es getan. Ich habe an einem Volkslauf teilgenommen – und sogar auf Asphalt! Beides ist eigentlich so gar nicht meine Liga, aber an diesem kalten Freitagabend in Paderborn musste es einfach sein. Freunde hatten mir zugeredet am Paderborner Martinslauf teilzunehmen. Die Beschreibung selbst klingt unspektakulär, ja langweilig: 5 Runden von je zwei Kilometern durch die Paderborner Innenstadt … Naja!

Aber dieser Lauf ist wirklich klasse! Es handelt sich um einen Lichterlauf, der in diesem Jahr das vierte Mal stattfand. Die ganze Innenstadt war in ein helles Lichtermeer verwandelt und die Stimmung war ausgelassen. Es war faszinierend, dass im Schatten des großartigen und ehrwürdigen, mehr als tausendjährigen Doms bunt gekleidete Menschen ausgelassen ihren Spaß hatten.

An den Paderquellen

Ich hatte den Startplatz einer Freundin bekommen und lief als „Berenice“ – mit der Verpflichtung, mich gefälligst anzustrengen und eine gute Zeit zu laufen. Eine gute Zeit! Die Messlatte hing also hoch! Wisst Ihr, wann ich das letzte Mal eine 10-km-Strecke auf Zeit gelaufen bin? Das dürfte ungefähr 2015 beim Airport-Run in Paderborn gewesen sein. Aber keine Angst, es hat auch diesmal nicht richtig geklappt. Die Strecke ist einfach viel zu schön, um zu hetzen. Ich habe viele Fotos gemacht, Bekannte getroffen und unterwegs meinen Spaß gehabt. Trotzdem bin ich meine persönliche Bestzeit auf diese Distanz gelaufen – auch wenn ich nicht glaube, dass die Strecke tatsächlich volle 10 km umfasste.

Trommler feuern an

Viele Läufer/-innen hatten sich verkleidet, mit Lichtern ausstaffiert und manche hatten sich sogar mit Lichterketten behängt. Nach dem Start führte uns der Lauf in engen Kurven durch die kleinen Gassen der Innenstadt hinunter zu den Paderquellen. Schon von weitem sahen wir die bunten Lichter, die den gesamten Grüngürtel beleuchteten und hörten die rhytmischen Schläge der Trommler, die uns anfeuerten. Kerzen und elektrische Lichter säumten den Wegesrand, rote und blaue Lichter wechselten sich ab und schließlich waberten als Höhepunkt sogar Trockeneisnebel durch die Parkanlagen und eine Lichtershow durch die Bäume. Welch ein Anblick Schaut Euch einfach die Bilder an und stellt Euch den Spaß vor, hier laufen zu dürfen.

Die Zielgerade
Lichter in den Grünanlagen
Der Zieleinlauf

Die 2-Kilometerrunde war schnell gelaufen, es ging noch ein buntes Gässchen hinauf (der Paderborner würde sagen: „Es ging einen Berg hinauf) und schon erreichten wir den Markplatz, wo uns viel Publikum begeistert anfeuerte. Das machte richtig Freude!

Nach dem Lauf traf sich unsere Laufgruppe dann bei „Hans im Glück“ und wir füllten mit ein paar Burgern die verlorenen Kalorien wieder auf.

Burgeressen bei „Hans im Glück“. Danke, Christiane!

Was bleibt?

Der Lauf ist schön und empfehlenswert und man sollte sich die Zeit nehmen, ihn zu genießen.

Ein kleiner Videoschnippel mit dem Trockeneisnebel

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